Es gibt hunderte Bücher über Fotografie. Viele der Autoren fühlen sich dazu berufen zum Thema Fotografie ihre Meinung kund zutun. Und alle glauben sie könnten der Welt „Neues“ bringen.
Ich habe den Eindruck in der ein oder anderen Form steht in den Büchern immer das Gleiche drin. Folgende Punkte wiederholen sich meiner Meinung nach in den Büchern:
Wie platziert man das/die Subjekt(e)?
- Subjekt im Gitternetz (rule of third) auf dominante Punkte platzieren
- Arbeite mit Linien und Formen, dies ist natürlich ein extremes Beispiel für Linien und Formen
- nutze Rahmen / bringe Tiefe in Dein Bild
-nutze Wiederholungen / Texturen / geometrische Strukturen (dreieckig, rund, etc)
- nutze den Raum in Deinen Bildern
Und so weiter. Als hilfreich dabei wird auch angesehen zu wissen, wozu die ganzen Knöpfe und Schalter an und in der Kamera sind. (Anm. Dafür gibt es dann weitere Bücher/Workshops.) Man kann das Ganze auch reduzieren:
Automatik – die Bilder werden fast immer was (Belichtung) und
Manuell – hier ist spielen angesagt.
Wenn Ihr eine digitale Knipse habt seht Ihr auch gleich das Resultat. Tipp: Wenn ihr nur Eure “besten” Bilder zeigt, ist Euch die Bewunderung der Anderen gewiss. Ruhig den Mut zum löschen haben. Auch einmal das Bild zurecht schneiden (neudeutsch: cropen).
In den Büchern stehen dann auch bahnbrechende Dinge wie:
Bilder werden heller, wenn die Belichtungszeit länger wird und/oder die Blende größer wird, d.h. ist das Bild zu dunkel versuche ich es heller zu machen (längere Belichtungszeit und/oder größere Blende). Was meine ich mit “und/oder“? Ihr könnt an beiden drehen. Blende und Belichtung. Sind die Bilder zu hell eine kürzere Belichtungszeit und/oder kleinere Blende.
Klar habe ich auch eine Menge Bücher über Fotographie gelesen und einige Workshop besucht. Mein Fazit ist, weniger Bücher lesen und mehr Praxis, Praxis, Praxis.
Aber besten SPIELEN. Spielerisch lernen! Oder, habt Ihr schön einmal kleine Kinder verkrampft mit Bedienungsanleitungen gesehen, um die Funktion ihrer Schaufel und Formen im Sandkasten zu ergründen? Um das ganze dann in einem Schaufelworkshop zu vertiefen? Kinder lernen durch ausprobieren. Und werden gelobt, wenn sie etwas gut machen. “Erwachsene” haben ein Problem damit “gelobt zu werden..”. Man schaut nur auf dass was nicht läuft und schaut nicht auf dass was gut ist.
Fehler sind gut! Man kann aus Fehlern lernen!















